Sehenswürdigkeiten in Aarbergen

Kettenbach

Ev. Kirche - Im Jahre 1751 (Datum im Portal) durch die Kirchenbaumeister Johann Peter Kettenbach und Johann Philipp Schauß erbaut. Barocker Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, Mansarddach und Hubendachreiter. Innen Flachdecke mit Stuckleisten, Empore und Kanzel. Die Orgel ("Schölerorgel") steht unter Denkmalschutz.

 

Michelbach

Wehrkirche auf dem Friedhof - Die alte Wehrkirche liegt in beherrschender Höhenlage über der Aar. Gedrungener, wehrhafter Chorturm des 12. Jahrhunderts mit Spitzhelm, seitlich befindet sich die Sakristei. Kleines Schiff, im Kern ebenfalls sehr romanisch. Die Holzvorlaube stammt aus dem 18. Jahrhundert. Wird heute als Trauerhalle genutzt.

Nachforschungen in der Schulchronik von Michelbach und den Kirchenniederschriften haben ergeben, dass die Friedhofslinde im Jahr 1752 gepflanzt worden ist. Herr Kern (Kährn) aus Eisighofen kam als Schullehrer (Schulmeister) nach Michelbach an die Schule. Es war um diese Zeit Recht und Pflicht, dass der Schulmeister bei seinem Einstand einen Baum pflanzen musste. Mit ihrem seltenen Wuchs - 12 Ramifikationen - und ihrem außergewöhnlichen Ausmaß prägt sie das Ortsbild. Heute steht die "Apostellinde" unter Naturschutz.

Die ev. Kirche wurde 1907 erbaut. Sie wurde vom Architekt Hofmann aus Herborn geplant. 1945 wird sie durch einen Bombenangriff schwer beschädigt und wieder aufgebaut. Besonderheiten sind die Orgel, das Taufbecken und die Fenster im Chorturm oder an der Nordseite des Kirchenschiffes. Am 31. Mai 2003 schlug 2 Mal hintereinander der Blitz in den Turm der Kirche ein. Der Schaden war erheblich, obwohl es zu keinem Brand gekommen ist.

Die Pfarrvikarie St. Bonifatius im Bistum Limburg ist entstanden durch den Zuzug von katholischen Heimatvertriebenen und Flüchtlingen nach dem Krieg. Sie wurde zunächst als Seelsorgestelle errichtet und bekam 1954 eine eigene Kirche. Die Bonifatiuskirche wird im Inneren beherrst durch ein großes Kreuz an der Altarwand, die aus Natursteinen errichtet ist.

"Rahnstätter Hof" (ehemaliges Hofgut), wieder aufgemauerter Brunnen mit einer Tafel, auf der die Geschichte in Kurzfassung zu lesen ist, unterhalb des Segelflugplatzes. (erstmals 1194-98 erwähnt, 1870 wurde der Hof zur Auflösung freigegeben)

 

Hausen

Friedhofsmauer in Bruchstein mit Sandsteinpfosten, links des Eingangs das Ehrenmal integriert. Kleine, zweiseitig in Spitzbogenarkaden geöffnete Halle mit Satteldach. An den Wänden befinden sich Sandsteintafeln mit Namen der Kriegsteilnehmer des 1. Weltkrieges. Die um 1928 entstandene Anlage ergibt mit der älteren Friedhofsumfassung eine
gestalterische Einheit.


Rückershausen

Ev. Kirche - Die Kirche wurde zwischen 1311 und 1326 erbaut und liegt inmitten des Kirchhofes in erhöhter Lage am Ortsrand von Rückershausen. Der kleine gotische Bau aus Bruchstein mit etwas erhöhtem, dreiseitig geschlossenem Chor besitzt Fenster nur an der Südseite. 1437 wurde festgelegt, dass in der Rückershäuser Kapelle jeden Sonntag eine, in der Woche zwei Messen zu lesen seien und an Fronleichnam eine Prozession von Kettenbach zur Kapelle ziehen sollte. Die (erneuerte) Vorhalle auf 4 hölzernen Rundsäulen geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Schlichter Innenraum mit Holztonne und Ausstattung des 18. Jahrhunderts. Orgel von 1755.

 





Sauerbrunnen "Antonius-Sprudel", bekannt seit 1779 Kohlens.-Sprudel-Säuerling, Tafel- und Heilwasser (Gicht, Diabetis, Magen- und Darmkatarrh, Nierenspülung, Stoffwechselkrankheit)


Panrod

Ev. Kirche - Sie wurde um 1321 nach dem Vorbild der Berger Kirche (Werschau) erbaut. Mittelalterlicher Wehrbau, ursprünglich Maria geweiht. Sakristei wurde angebaut. Reste von Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert (got. Chortum, gutes bar. Kruzifix).


Daisbach


Kath. Kirche -Malerische Fachwerkgruppe in der Grünfläche des ehemaligen Kirchhofes gelegen. An das ursprünglich zweigeschossige Pfarrhaus von 1670 mit hohem Satteldach und Zwerchgiebel wurde 1709 eine rechteckige Kapelle mit Mansarddach östlich angebaut. Erst 1739 kamen der Dachreiter und der schmalere, dreiseitig geschlossene Chor hinzu. Nach Durchführung von Umbauarbeiten (1963 und 1975) ist die ursprüngliche Raumaufteilung vollständig verändert. Besondere Bedeutung als einzige erhaltene katholische Fachwerkkirche Hessens und alte katholische Kirche im evangelischen Gebiet.