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Freitag, 30. Juli 2010 : 02:18

Ausgewählter Beitrag

Interkommunale Zusammenarbeit der Aar-Gemeinden: ARGE Doppik

Hessenweit einmaliges Projekt „ARGE-DOPPIK“ erfolgreich gestartet

 

„Gerade in Zeiten von Wirtschaftskrise und chronisch leeren Kassen ist eine Erschließung der Potentiale der Doppik und ein engeres Zusammenrücken der Kommunen in der Region unabdingbar. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft ist hierbei ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Effizienz und dem Erhalt der kommunalen Handlungsfähigkeit, mit dem Ziel, auch künftige Generationen nicht unnötig und über Gebühr zu belasten.“, so Taunussteins Bürgermeister Michael Hofnagel.

Diese Arbeitsgemeinschaft wird von der hessischen Landesregierung auf Basis der „Rahmenvereinbarung zur Förderung der Bildung von gemeinsamen kommunalen Dienstleistungszentren“ mit einem Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro gefördert.

Das richtungweisende und hessenweit einzigartige Projekt interkommunaler Zusammenarbeit startete am 3. Februar 2010 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Taunussteiner Rathaus, bei welcher die Bürgermeister aller teilnehmenden Kommunen vollzählig zugegen waren.

Hans-Jürgen Finkler, Bürgermeister in Hohenstein: „Die Bürgermeister haben die Zwänge und Notwendigkeit interkommunaler Zusammenarbeit als Überlebensgrundlage für ihre Kommunen erkannt. Die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik sollten dies gleichermaßen verinnerlichen und diesen einzig richtigen Weg mit gehen.“

„Kommunen sollten untereinander wie Bienenwaben funktionieren, es sind immer Andockmöglichkeiten vorhanden. Umsetzungsmöglichkeiten sollten ständig geprüft und dann auch umgesetzt werden. Die ARGE-DOPPIK zeigt hier einen zielführenden Weg“, so der Bürgermeister der Gemeinde Aarbergen Udo Scheliga.

Dieses erste Treffen, dem in naher Zukunft noch weitere regelmäßige Workshops und Seminare folgen werden, stimmte alle Anwesenden zuversichtlich, ihrer Verantwortung als kommunale Aufgabenträger zukünftig noch besser gerecht zu werden und die Chancen, welche das neue betriebswirtschaftliche Rechnungswesen bietet, bestmöglich zu nutzen.

„Die Stadt Bad Schwalbach hat vor zwei Jahren den Wechsel von der kameralen auf die doppische Buchhaltung vollzogen. Trotz dieser bereits gemachten Erfahrungen haben wir noch einen weiten Weg vor uns, vor allem, wenn wir ein leistungsfähiges Controlling aufbauen wollen. Die ARGE-DOPPIK wird uns dabei ganz entscheidend weiterhelfen“, so der Bad Schwalbacher Bürgermeister Martin Hußmann.

Der Schlangenbader Bürgermeister Michael Schlepper sieht gerade auch für Schlangenbad große Chancen, mit Hilfe der ARGE-DOPPIK wesentliche Qualitätssteigerungen zu erreichen. „Gerade kleine Kommunen sind verstärkt auf Zusammenarbeit mit anderen Kommunen angewiesen, da sie nicht mehr in der Lage sind, für alle Aufgabenbereiche qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl vorzuhalten.“

Der Heidenroder Bürgermeister Harald Schmelzeisen ist überzeugt davon, dass mit der ARGE die neuen Herausforderungen, die die Doppik an die Kommunen stellt, bewältigt werden. „Für mich ist die ARGE-DOPPIK ein wichtiger Baustein der interkommunalen Zusammenarbeit ‚Wir von der Aar’!“

„Dabei soll unsere Zusammenarbeit nicht abschließend auf die bisherigen Teilnehmer beschränkt sein, sondern ausdrücklich auch anderen Kommunen im Rheingau-Taunus Kreis offen stehen. Deshalb haben wir auch den Kommunen Idstein und Hünstetten eine Teilnahme ausdrücklich angeboten. Andere Teilnehmer sind uns allen herzlich willkommen“, so Hofnagel abschließend.

 

 

10.02.2010 16:23